Ich möchte ein Buch schreiben – wie fange ich an?

von Lisa Keskin
„Ich habe eine Idee und möchte gern ein Buch schreiben. Aber … wie fange ich an?“ Ich habe ein paar Fragen gesammelt, die mir in den letzten Monaten gestellt wurden. Die Antworten findest du in diesem Artikel. Bereit? Also, gehen wir es gemeinsam an!
Falls du übrigens mehr als einen Blogartikel brauchst, um zu starten … in der Ghostwriting Academy gbt’s immer wieder Lehrgänge rund ums Buch. Mehr dazu findest du hier.
Kein bestimmtes. Aus meiner Erfahrung fährst du am besten mit einem klassischen WORD aus dem Office-Paket oder auch einer Open-Office-Version. Wenn du es ernst meinst mit dem Schreiben, dann empfehle ich dir, für die Dauer des Schreibens eine gekaufte Version von Office zu verwenden.
Vor allem aus einem Grund: Einerseits wird deine zukünftige Lektorin (und JA, du brauchst ein Lektorat – auch wenn du überzeugt bist, keine Fehler zu machen!) eine professionelle und aktuelle Version benutzen. Aus eigener bitterer Erfahrung weiß ich, dass alte Versionen sich manchmal „querlegen“ und Abstände zwischen den Wörtern verschwinden lassen. Dann war das Lektorat für die Katz.
Aber auch deswegen, weil du an diese Sache wahrscheinlich mit einer gewissen Ernsthaftigkeit herangehst – und damit auch ein Commitment machst, dranzubleiben.
Wenn du gleich zu Beginn deiner Autorenkarriere mit einem aufwändigen Epos starten möchtest, dann kann dir ein ausgefeiltes Schreibprogramm sicherlich helfen. Vergiss halt nicht, dass alles, was viel kann, auch lernintensiv ist. Das heißt, du musst dich vorab mit dem Programm auseinandersetzen, anstatt gleich ins Tun zu kommen. Wenn dich das nicht stört, dann feel free! Allerdings bedenken, dass du jedes Mal, wenn du einen Entwurf an einen Verlag oder deine Lektorin schickst, das Dokument in ein WORD-Dokument umwandeln musst. (Das Gleiche gilt übrigens auch, wenn du z. B. pages von Mac verwendest – die wenigsten Dienstleister arbeiten mit diesem Programm.)
Das ist relativ schnell und einfach zu beantworten. Die Sprache stellst du je nach deiner Schreibsprache ein. Also: Wenn du auf Englisch schreibst, stellst du Englisch ein. Du hast die Wahl zwischen verschiedenen „Englischs“ – also je nachdem, ob du englisches, australisches, kanadisches oder US-Englisch verwenden willst, wählst du den entsprechenden Punkt aus. (Siehe Screenshot)
Wenn du auf Deutsch schreibst, hast du ebenfalls die Wahl: zwischen österreichischem und Schweizer Deutsch und dem, was WORD nur als „Deutsch“ bezeichnet – vermutlich Deutsch-Deutsch.
Ich würde dir raten, die Rechtschreibprüfung nicht auszuschalten – manchmal liegt das Programm zwar daneben, aber man erspart sich auf diese Art trotzdem viele Fehler. Und je mehr Fehler du im fertigen Dokument hast, umso teurer wird das Lektorat oder Korrektorat.
Was die Schriftart und die Zeilenabstände betrifft, so such etwas aus, das für dich passt und sich für den Augenblick gut anfühlt. Im Layout des Buches wird sich das ohnehin noch ändern. Nicht jede Schriftart in WORD ist für den Buchdruck lizenziert. Und nicht jede Schrift passt zu jedem Thema. Hier ist es am klügsten, sich auf die Grafikerin deines Vertrauens zu verlassen – wenn das Buch zu einem traditionellen Verlag soll, dann hast du ohnehin kein bis ganz wenig Mitspracherecht.
Ja, das glaube ich dir. Das ist allerdings vorab nur schwer möglich, weil es auf viele Faktoren ankommt. Lies dazu auch diesen Artikel. Ein Verlag wird dir eine gewünschte Zeichenanzahl vorgeben; wenn du das Buch im Self Publishing rausbringst, dann hast du die Wahl: Soll es für den Anfang etwas Einfacheres sein mit 100 Seiten im Endformat oder willst du gleich in die Vollen gehen? Mein Vorschlag: Mach es dir beim ersten Buch leicht. Besser ein dünneres Buch als eines, das ewig halbfertig in der Schreibtischschublade oder auf deinem Computer liegenbleibt, weil dich irgendwo unterwegs der Mut verlässt.
Wenn du es genauer wissen willst, kannst du dir auch eine Vorlage runterladen, z. B. von der Buchschmiede. Dann kannst du gleich in dieser Vorlage schreiben und hast einen guten ersten Überblick.
Was schreibst du? Ein Sachbuch? Einen Roman? Deine Biografie?
Das macht schon mal einen Unterschied aus. Aber in Wirklichkeit ist es gar nicht wichtig, wie viele Kapitel du planst – es gibt viele andere Dinge, über die du dir den Kopf zerbrechen solltest, bevor du beginnst.
Das ist eine super Frage! Und die Antwort ist ziemlich umfangreich. Deswegen habe ich für meine Kund:innen einen Fragebogen dazu erstellt, anhand dessen du die wichtigsten Punkte abarbeiten kannst. Umfassendere Infos übers Zielgespräch kannst du in meinem Artikel „Das Zielgespräch mit dir selbst“ nachlesen.
Du musst das Genre nicht genau benennen, es ist jedoch schon ein Unterschied, ob du eine durchgehende Geschichte erzählen oder deine Informationen eher sachlicher übermitteln willst.
So – wenn du viele dieser Punkte beantworten konntest, dann kommst du nun wahrscheinlich gut allein zurecht. Wenn nicht, dann melde dich ruhig. Und wenn du dein Buch lieber mit der Unterstützung einer wertschätzenden Gruppe umsetzen möchtest, dann bist du hier genau richtig.
Ich wünsch dir viel Erfolg beim Umsetzen deines Projekts!